Mit freundlicher Genehmigung der Städt. Kurverwaltung Sankt Andreasberg:
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Von Sankt Andreasberg (Ortsteil Oderbrück)
zum Brocken

Halbtageswanderung (16,4 km, 2,5 Stunden aufwärts, 2 Stunden abwärts)

Route: Ortsteil Oderbrück - Kaiserweg - Rote Bruch - Schierker Straße - Dreieckiger Phal - Kolonnenweg - Goethe-Weg - Brockenstraße - Brockenkuppe

Schon in "Meyers Reisebücher" aus dem Jahre 1903 heißt es, dass die kürzesten und hinsichtlich ihrer Steigung leichtesten Wege zum Brocken die Wege von Torfhaus bzw. von Oderbrück sind. Wählen Sie Oderbrück, ein Ortsteil von Sankt Andreasberg, der in 800 m Höhe direkt an der Bundesstraße 4, Richtung Bad Harzburg, gelegen ist. Hier sind auch ausreichend Parkplätze vorhanden.

Sie starten vom Parkplatz aus (von Sankt Andreasberg kommend) rechts der B 4, gehen ein ganz kurzes Stück parallel der Bundesstraße in Richtung Bad Harzburg und überqueren die hier noch schmale Oder. Unmittelbar hinter der Brücke biegen Sie rechts ab und wandern auf dem Kaiserweg (Wanderweg 9 D 1, blaues Rechteck) entlang. Rechts von Ihnen plätschert die Oder und präsentiert Ihnen die ganze Schönheit eines Gebirgsbaches. Links von Ihnen wechseln sich Hochmoore und Hochgebirgswälder stetig ab. Sie befinden sich in einem besonders schönen Teil des Nationalparks Harz.

Nach etwa 15 Minuten erreichen Sie eine Wegegabelung. Der Weg rechts über die Brücke führt über das Rote Bruch, einem sehr schönen Hochmoor, zum Dreieckigen Pfahl. Dieser Weg ist etwas länger als der Ihrige. Sie bleiben also diesseits der Oder und folgen der Beschilderung Dreieckiger Pfahl 1 Torfhaus 1 Brocken. Nach weiteren 15 Minuten treffen Sie auf die alte Schierker Straße. Sie folgen ihr nach rechts (Wanderweg 9 DI, blaues Rechteck) und gehen an einer Schutzhütte und einem kleinen Moorteich vorüber. Nach knapp 20 Minuten kommen Sie zum Dreieckigen Pfahl, einem alten Grenzstein. Er markierte die Grenze zwischen der ehemaligen Grafschaft Hohnstein (Prov. Sachsen, heute Thüringen), dem Königreich Hannover und dem Herzogtum Braunschweig.

Am Dreieckigen Pfahl gehen Sie geradeaus weiter und erreichen den Kolonnenweg, der auf der östlichen Seite der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze liegt. Sie befinden sich nun in Sachsen-Anhalt und im Nationalpark Hochharz. Dem Kolonnenweg folgen Sie nach links bis zu den Gleisen der Brockenbahn. Unterhalb der Bahn beginnt links der neue Goetheweg, der sich auf den höchsten Gipfel des Harzes, den 1142 m hohen Brocken, führt. Rechts von Ihrem Weg liegt der 1034 m hohe Königsberg mit den Hirschhörnern, einer mächtigen Felsengruppe, und mit seinem unsagbar schönen Hochmoor. Lassen Sie sich aber auch links des Goetheweges einfangen von der Einmaligkeit der Natur, dem bizarren Wuchs der Bäume, der Vielfalt seltener Pflanzen und der Farbenpracht der Moore.

Der neue Goetheweg führt Sie bis zur Brockenstraße, auf der Sie den letzten Kilometer bis zur Brockenkuppe gehen. Als Lohn für die Anstrengung winkt Ihnen (vielleicht) eine grandiose Aussicht nach allen Himmelsrichtungen. Der Brockenrundwanderweg führt Sie u.a. am Brockengarten und am Wolkenhäuschen vorbei. Sie können sich ausruhen und die Landschaft genießen, draußen oder auch im Brockengasthaus. Es gab aber auch schon Brockenbesucher, die sehr schnell den Berg wieder verließen, da er sich ihnen mit Nebel, Sturm und sehr kalten Temperaturen überaus ungastlich präsentierte.

Hinweis für Radfahrer: Die beschriebene Tour kann auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, wenn man in Kauf nimmt, das Rad hin und wieder zu schieben.

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