Mit freundlicher Genehmigung der Städt. Kurverwaltung Sankt Andreasberg:
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Ein Rundgang durch die Bergstadt
mit Wissenswertem zu ihrer Geschichte

Spaziergang

Route: Oderteich - Rehberger Graben-Weg - Rudolf-Meyer-Weg - Rehberger Skikreuz - Rehberger Planweg - Sonnenberger Graben - Kienrauchshütte - Sankt Andreasberg

Es lohnt sich, Sankt Andreasberg etwas näher kennenzulernen. Hier ein Vorschlag für einen Rundgang durch die mehr als 500 Jahre alte Bergstadt: Vom Kurhaus begeben Sie sich in Richtung Clausthaler Straße zum

  • Denkmal des Kanarienvogelzüchters Wilhelm Trute (1836-1889). Er gilt als der Meister aller Kanarienzüchter. Wie kaum ein anderer seiner Zeit verstand er es, die Nachzuchten und damit seinen Stamm zu verbessern, was ihm seinen Weltruf einbrachte.
  • Obere Grundstraße 1: Ehemalige Zündholzfabrik der Firma F.C. Deig. In vielen Harzorten suchte man in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach neuen Erwerbsquellen für die erwerbslosen Berg- und Hüttenleute. So wurden beispielsweise Zündholzfabriken gegründet.
  • Schützenstraße: Anlässlich der 500. Jahresfeier der Bergstadt St. Andreasberg 1987 wurde hier der Schwibbogen aufgestellt.
  • Rathaus, Dr.-Willi-Bergmann-Straße 23: Ehemaliges Bergamt der Bergstadt Sankt Andreasberg; 1796 abgebrannt, 1798/99 neu errichtet.
  • Martinikirche, Kirchplatz 5: An gleicher Stelle hatten die Einwohner von Sankt Andreasberg 1537 die erste Kirche gebaut. 1568 wurde eine größere Kirche aus Überschüssen des Bergbaues errichtet. 1796 ging sie beim großen Brand in Flammen auf. Am 10. November 1811, zum Geburtstag von Martin Luther, wurde die heutige Kirche neu eingeweiht.
  • Herrenstraße: Mit 21 Prozent Gefälle ist sie die steilste Stadtstraße Westdeutschlands.
  • Kurverwaltung, Am Glockenberg 12: Ehemalige Bergstation der Sankt Andreasberger Kleinbahn (Zahnradbahn), die 1913 bis 1959 verkehrte.
  • Am Glockenberg 22: Im Jahre 1688 wurde ein Glockenturm neben dem bestehenden Glockenhaus errichtet. Nachdem 1835 der baufällige Turm abgerissen wurde, entstand um den alten Glockenstuhl herum der heutige Glockenturm.
  • Lochstein, gegenüber dem Haus Breite Straße 16: Grenze der Grubenfelder St. Andreas (1639-1809) und Silberburg (1692-1780).
  • Am Markt: Auf diesem Gelände befand sich die erste Ansiedlung um 1520.
  • Untere Herrenstraße 23: Hier begann am 8. Oktober 1796 der große Brand durch einen Blitzschlag. 247 Wohngebäude nebst Stallungen brannten ab.
  • Lämmerhirtsgasse 1: Eines der ältesten Gebäude von St. Andreasberg ist die ehemalige Pochknabenschule. Sie wurde von Pochknaben, die bereits mit 9 Jahren in den Erzwäschen und Pochwerken anfuhren, besucht.
  • Breite Straße 19: Erste Apotheke in Sankt Andreasberg; errichtet 1681.
  • Breite Straße 23: Professor Dr. Robert Koch erlebte in diesem Haus seine Jugendjahre.
  • Mühlenstraße 1: Auf diesem Gelände befand sich die ehemalige Sankt Andreasberger Münze; 1593 errichtet und bis 1629 betrieben. Hier wurden die berühmten Andreas-Taler geprägt.
  • Am Markt 1 (im Garten): Auf diesem Grundstück befand sich der Schacht der Grube Sankt Andreas (1644-1749); Teufe 509 m.
  • Halde 9 (im Vorgarten): Lochstein Grenze der Grubenfelder Sankt Andreas und der Grube König Ludwig.
  • Gegenüber von Halde 12: Hier befand sich der Schacht der Grube König Ludwig (1662-1809); Teufe 305 m.
  • Halde 18: Ehemaliges Zechenhaus der Grube König Ludwig. In diesem Zechenhaus versammelten sich vor dem Einfahren die Bergleute mit ihren Steigern zum Verlesen eines Bibeltextes und zum Gebet. Das Gebäude diente nach dem großen Brand 1796, bei dem die Kirche vernichtet wurde, bis 1811 als Gotteshaus.
  • Arme Sünder Gasse: Ehemaliger Weg der Verurteilten zum Galgenberg.
  • Mühlenstraße, Place de Touques: Touques ist Sankt Andreasbergs Partnerstadt in Frankreich.
  • Gegenüber von Mühlenstraße 39: Hier befand sich die Grube Felicitas; Betriebszeit 1672-1910.
  • Ziegenhügel: Alte Sankt Andreasberger Bergmannshäuser.
  • Untere Grundstraße 11: Zechenhaus der Gruben Samson und Catharina Neufang.
  • Untere Grundstraße 9; Lochstein: Grenze der Gruben Gnade Gottes und Fünf Bücher Moses.
  • Erzwäsche 1: Ehemaliges Pochwerk und Erzwäsche der Grube Samson, heute Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. Gegenüber befand sich der Schacht der Grube Gnade Gottes (1590-1910) mit einer Teufe von 285 m.
  • Untere Grundstraße 2, Lochstein im Garten: Grubengrenzstein der Grube Gnade Gottes.
  • Am Samson 1: Grube Samson; Betriebszeit 1521-1910, Schachtteufe 810 m; heute Bergwerksmuseum Grube Samson. Gegenüber der Grube befindet sich der Tagesstollen der Grube Catharina Neufang.
  • Hilfe Gottes Teich im Kurpark: 1722 angelegt als Wasserreserve für die Wasserräder im Bergbau, wenn der Oderteich kein Wasser brachte. Von hier aus erreichen Sie durch den Kurpark wieder Ihren Ausgangspunkt am Kurhaus.
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